Dienstag, 13. Dezember 2016

Free from Lidl

Der Lidl bei uns im Dorf hat umgeräumt. Immerhin ist das Jahr ja fast vorbei. Genau die richtige Zeit für einen Neuanfang. Die geänderte Anordnung im Shop ist zwar nicht zwingend sinnvoll (Süßigkeiten stehen neben Konserven, der Frühstückskram in der Gemüseabteilung und Eier findet man zur Zeit gar nicht mehr) - aber was soll's.

Hauptsache neu und anders


Das haben sich wohl auch die Werbefachleute vom Lidl-Sortiment gedacht. Sie saßen offenbar am runden Tisch und riefen: "Wir brauchen ein eindeutiges Label für laktosefreie und glutenfreie Artikel!"
Gute Idee, eigentlich. Sollte man meinen. Äh.
"Yeah, ich think that auch", antwortete der Salesmanager. Er ist bekannt dafür, dass er ein besonders gutes Englisch spricht und dies auch gerne zeigt. "What is das Besondere an diesen Artikeln?"
Der Azubi hob wohl vorsichtig einen Finger. Man rief ihn tatsächlich wohlwollend auf. "Sie sind frei von Laktose oder Gluten."
Der Salesmanager hieb mit der Hand auf den Tisch. "No! No-o. It's free from Laktose."
So muss es gewesen sein.

Free from Laktose


Ja. Kein Scherz. Das neue Etikett (für Produkte, die es bereits vorher im Sortiment unter "normalem" Namen gab) führt nun in dicken Buchstaben die Botschaft "Free from" und danach kommt radebrechend ein deutsches Wort.

Free of?


Okay. Anglizismen sind aus unserer Sprache nicht wegzudenken. Aber sie auf Biegen und Brechen unterzubringen, kann doch nicht der richtige Weg sein. Es kommt mir vor, als wäre das free of Hirn und Verstand.

Jetzt fehlt nur noch "Pflegemilk" im Sortiment. Aber die gibt es schon im dm-Drogeriemarkt.


Aus "Joghurt mild laktosefrei" wird "free from Laktose Joghurt mild"
Autsch!

Mittwoch, 23. November 2016

BOINC Fazit

So. Ende des Experiments. Und die Software ist auch wieder von meinem Computer entfernt. Warum? Nun ... Grunsätzlich ist die Idee ungenutzte Rechenpower zu verschenken super. Es gibt bestimmt viele Rechner, die irgendwo im Leerlauf darauf warten, irgendwas zu tun. Aber speziell in meinem Fall stellt sich die Sache so dar:

Das World Community Grid setzt voraus, dass ich eine schnelle CPU habe. Anders lässt sich die Größe der zugeschickten Datenpakete nicht erklären. Nach acht Stunden Laufzeit wurden ca. 0,7 % einer zugewiesenen Aufgabe berechnet. Ich kann mir also sicher sein, dass mein Paket, wenn es fertig berechnet wurde, nicht mehr relevant ist.

Ein weiteres Problem ist, dass ich nicht nachvollziehen kann, was da auf meinem Rechner passiert. Spätestens seit den Enthüllungen eines Herrn Snowden macht man sich so seine Gedanken. Ob ich einem Großrechner irgendwo in Amerika erlauben möchte, uneingeschränkt auf meine Festplatte zuzugreifen, ist tatsächlich eine überdenkenswerte Entscheidung. Insbesondere, wenn es ein Firmenrechner ist.

Weitere Gründe, die gegen eine Teilnahme am Projekt sprechen, hier in Kurzform:
1) wer (dumme?) Fragen an die Community richtet, muss mit Shitstorms rechnen
2) die Festplatte altert schneller
3) der Stromverbrauch steigt
4) ggf wird Datenvolumen aufgebraucht
5) es dauert etwas länger, bis der PC hochfährt
6) kein deutschsprachiger Support.

Ich möchte wirklich niemanden vom World Community Grid abraten. Wie gesagt: Die Grundidee ist gut. Es muss jede(r) für sich selbst abmachen, wie er (oder sie) das Für und Wider abwägt. Ich für meinen Teil schicke meinen Computer, wenn ich ihn nicht benutze, in den Stromsparmodus oder mache ihn gleich ganz aus. Das ist aktiver Umweltschutz und sicherlich auch ein Beitrag für eine bessere Zukunft.

Samstag, 19. November 2016

BOINC VI

Ein weiterer Tag mit BOINC und World Community Grid. Ich habe inzwischen die Einstellungen angepasst und der Software erlaubt, auch andere Projekte zu bedienen, wenn die von mir ausgewählten Projekte pausieren. Promt erledigt mein Rechner nun, sobald er im Leerlauf ist, Arbeit für ein Ebola-Forschungsprojekt.

Wirklich sehen kann ich davon nichts. Allerdings zeigt mein Monitor einen überwiegend schwarzen Bildschirmschoner mit dem Logo des World Community Grid. Also scheint alles in Ordnung zu sein. Auch meinen Virenkiller stört die Datentransfers nicht. Und wenn ich dann doch an die Tastatur oder die Maus gehe, zeigt sich ohne spürbaren Zeitverlust mein Windows und alle Programme lassen sich ohne Probleme sofort benutzen. Die Rechenleistung ist also bei Bedarf direkt wieder für mich da.

In der Taskleiste, ganz rechts unten ist jetzt ein kleines Icon zu finden. Gehe ich mit dem Mauszeiger darüber, öffnet sich ein Textfenster: "Berechnungen wurden angehalten. CPU ist beschäftigt. Nutzung des Netzwerks erlaubt."
Mit der rechten Maustaste kann ich dort weitere Auswahlmöglichkeiten anklicken. So kann ich u.a. den BOINC-Manager aufrufen oder bei Bedarf das Programm komplett anhalten.

Der BOINC-Manager in Aktion

Freitag, 18. November 2016

BOINC V

Ok. Das Einloggen hat schließlich doch geklappt. Das richtige Passwort sollte man schon verwenden. ;) Und tatsächlich komme ich dann in meinem persönlichen Bereich an. Meine Statistik begrüßt mich und erinnert mich, wie viel Rechenzeit ich den Projekten einstmals gespendet habe.

Kalter Kaffee. Nachdem ich mich ziemlich über die Community geärgert hatte, brach ich vor ca. zwei Jahren meine Unterstützung des Projekts ab. Aber dazu habe ich ja bereits in einem vorherigen Beitrag was geschrieben.

Im oberen, rechten Bereich finden wir diese Schaltflächen:


Deutsch wird als Sprache immer noch nicht angeboten. Vor sechs Jahren hatte ich -wie bereits erwähnt- bei den Machern nachgefragt, warum ... Die Antwort seitens der Administration war tatsächlich, dass sich die Umsetzung in die Sprache Deutsch nicht lohnen würde. Da war ich ziemlich erstaunt.

Die Schaltfläche "Download" ist aber im Augenblick interessanter: Hier kommen wir zu Seite, die uns zur BOINC-Installationssoftware für die vier gängigsten Betriebssystemen führt. Unter anderem ist selbstredend "Windows 7,8,10" aufgeführt. Ältere Betriebssysteme werden scheinbar nicht mehr bedient. Ich probiere es auf meinem "Windows Vista" (never change a running system - hihihi) trotzdem mal aus. Siehe da: Die Installation funktioniert und ich darf mir folgenden (sogar deutschsprachigen) Screen anschauen:


"Projekt hinzufügen" angeklickt. Neuer Screen:







... weiter. Aus den angebotenen Projekten wähle ich "fightAIDS@home-Phase2".
Das Projekt wird zugefügt. Seltsamerweise kommt dann in der Anzeige des Grid nur die Meldung "Berechnungen angehalten". Keine Begründung. Keine Vorschläge ...

Fortsetzung folgt ...

Donnerstag, 17. November 2016

BOINC IV

Fortsetzung von BOINC III

Ich folge also dem Link zum World Community Grid. Ich lande auf der Seite http://www.worldcommunitygrid.org/discover.action#signup und werde promt mit englischsprachiger Eigenwerbung begrüßt. "What if you could help fight cancer while checking your email?" Im Anschluss blenden sie weitere solche Texte ein, während der Browser lädt und lädt und lädt. Dieser Ladevorgang endet irgendwann und statt dem blauen Hintergrund erscheint unter dem Text ein Foto. Man kann aber auch schon vorher den Pfeil unter der Werbung anklicken und kommt zum nächsten Eigenwerbungsbildchen: "When you become a World Community Grid volunteer, you donate your device’s spare computing power to help scientists solve the world’s biggest problems in health and sustainability."
Ein weiterer Pfeil fehlt. Theoretisch kommt man nicht weiter - es sei denn man verwendet auf der linken Seite die Kreise als Navigationsbar. Dann kann man sich noch durch die restlichen Werbetexte durchblättern. Neue Infos gibt's dabei keine. Aber dafür nochmals in schöner Optik die Erklärungen zum Wie und Warum der Aktion.
Die letzte der Seiten fordert auf: "Join now and start helping today!"
Klick.
Lange Ladezeit später kommt ein Formular zum Ausfüllen.

Nachdem ich das Formular ausgefüllt habe, stelle ich fest, dass mein uralter Benutzername incl. Passwort und Email-Adresse noch gültig sind. Für mich geht's daher hier weiter: http://www.worldcommunitygrid.org/viewLogin.do

"Select Language" bietet dort nur Englisch, Französisch, Spanisch und zwei Sprachen, die in asiatischen Schriftzeichen angeboten werden. Ich bleibe also englisch, gebe Benutzername und Passwort ein. Offensichtlich mache ich dabei einen Fehler. Es geht nicht weiter. Aber dafür startet ein endlos Ladevorgang. Weiter passiert nix. Irgendwann kommt doch die Meldung "Log In Error".


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Einfach mal so: Das Intro von "Golden Eye"

Ich gebe zu, dass ich der Sean-Connery-war-beste-Bond-Fraktion angehöre. Roger Moore konnte ich mir auch noch antun. Realistisch waren die Filme nie. Doch für die 60er, 70er und 80er Jahren waren sie verdammt gutes Action-Kino.

Als 1995 der erste Bond mit Pierce Brosnan rauskam, überraschte mich zunächst der gute Sountrack mit Tina Turner. Oldstyle! Vermutlich war das auch der Grund, dass ich nochmal Geld an der Kinokasse für einen Bond, James Bond, ausgab.

Beim Surfen im Internet bin ich heute nochmal über das Intro des Films gestolpert. Amüsiert habe ich mir den Clip auf YouTube nochmals angeschaut und erinnerte mich direkt wieder daran, wie es mich damals geschüttelt (nicht gerührt) hat.

Kleine Nacherzählung gefällig?

James befindet sich auf einem riesigen Staudamm in einem tiefen Tal. Er jumpt -äh- springt Bungee hinunter. Verschafft sich Zutritt in das Innere der Staumauer. Seilt einen -äh- sich in die Toilette ab. In der Staumauer (!) befindet sich eine Fabrik (!) mit riesigen Hallen. Es folgen einige Actionsequenzen mit Schießereien zwischen bösen Russen, 006 und 007.
Dann verlässt James die Fabrik mit den riesen Hallen in der Staumauer und ... steht auf einem schneebedeckten Bergplateau. (Wer entdeckt den Fehler?)

Es folgt etwas sinnfreie Action. Danach macht ein führerloses Flugzeug von besagtem Bergplateau aus einen Sturzflug (mit laufendem Motor, beschleunigend). 007 springt hinterher und holt im freien Fall (wer entdeckt den Fehler?) die Maschine ein, läuft ins Cockpit und reißt im allllllerletzten Augenblick die Maschine hoch.

Nach 10 Minuten Film wusste ich, warum ich zur Sean-Connery-war-der-beste-Bond-Fraktion gehöre.